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Warum denn jetzt noch ein Blogbeitrag darüber, dass man Katzen nicht allein halten soll?! Ganz einfach, weil es immer noch viel zu viele Katzen gibt, die allein gehalten werden! Mich macht diese Tatsache immer wieder unbeschreiblich traurig.

Warum erfährst Du in diesem Beitrag. Meine Top 5 der Gründe, warum ich Katzen mindestens zu zweit halte, findest Du hier:

  1. Katzen sind soziale Wesen und brauchen den Kontakt zu Artgenossen genauso wie wir Menschen auch.
  2. Katzen, die allein gehalten werden, können depressiv werden
  3. Katzen, die allein gehalten werden, entwickeln häufig Verhaltensauffälligkeiten
  4. Wo Platz für eine Katze ist, ist auch (fast) immer Platz für eine zweite Katze
  5. Viele Dinge, die Katzen machen, gehen nur mindestens zu zweit

Neben der Beschreibung meiner Top 5 findest Du auch noch ein paar Gedanken zu Einzelprinzessinnen und -prinzen. Doch der Reihe nach:

1. Katzen sind soziale Wesen und brauchen den Kontakt zu Artgenossen genauso wie wir Menschen auch.

Stell Dir vor, Du lebst in einer schönen Wohnung oder auch einem schönen Haus, aber Du bist da die meiste Zeit allein. Morgens, abends und vielleicht am Wochenende ist ein Wesen da, das zwar sehr nett zu Dir ist, Dir gutes Essen gibt und mit Dir spielt und schmust, aber nicht Deine Sprache spricht. Tagsüber und manchmal auch an den Wochenenden bist Du die ganze Zeit allein in diesem schönen Haus. Nicht schön, oder?

Wir brauchen nur an die Zeit des Lockdowns zu denken, der nicht wenigen von uns aus genau diesen Gründen sehr zu schaffen gemacht hat, weil wir unsere Freunde und unsere Familie nicht sehen durften. Für eine Einzelkatze dauert dieser ‚Lockdown‘ ein Leben lang, vor allem, wenn es keine Freigängerkatze ist.

Leider hält sich der Mythos, dass Katzen Einzelgänger seien, immer noch. Dem ist nicht so. Katzen sind Einzeljäger, aber keine Einzelgänger. Woher würden sonst die ganzen Bilder kommen, auf denen Katzen eng verknäult in einem Körbchen liegen oder sich hingebungsvoll gegenseitig putzen? Und selbst die Katzen, die vielleicht nicht solche ‚Haufenlieger‘ sind, haben und genießen ihre Interaktionen: beim Spielen, sich jagen, raufen… alles Sachen, die wir Menschen nur schlecht bis gar nicht ersetzen können (nein, ich möchte meine Katzen nicht auf Katzenart putzen, wenn Du verstehst, was ich meine ;-)).

2. Katzen, die allein gehalten werden, können depressiv werden

Ja, und zwar wirklich im Sinne der Definition von Depression. Auch hier sind Katzen gar nicht so anders als wir Menschen, bei denen während des Corona-Lockdowns die Depressionsrate ebenfalls gestiegen ist, wie eine Studie der privaten FH Braunschweig belegt. Und unser Lockdown hat gerade mal einige Wochen gedauert! Und auch wir durften nach draußen gehen (wie Freigänger auch) …

Wenn Deine (Einzel)Katze also anfängt, teilnahmslos zu werden, weniger zu fressen und der Tierarzt nichts finden kann, ist vielleicht die Zeit gekommen, über eine zweite Katze nachzudenken, die dann vom Charakter, Alter und Geschlecht zu Deinem Tiger passen sollte. Je nachdem, wie alt die Katzen schon sind, sollte dann die Vergesellschaftung behutsam und Schritt für Schritt erfolgen, damit einer harmonischen und glücklichen Katzen-WG nichts mehr im Weg steht.

3. Katzen, die allein gehalten werden, entwickeln häufig Verhaltensauffälligkeiten

…und zwar gerne solche, die wir Menschen so gar nicht klasse finden: Harn- oder Kotmarkieren, Kratzen an Möbeln, Hyperaktivität, übermäßiges Vokalisieren, um einige zu nennen.

Hier eine Geschichte aus meiner Arbeit: vor einiger Zeit hatte ich eine Tierkommunikation* mit einem jungen Kater, dessen Besitzer u.a. von ihm wissen wollten, warum er nur so wenig schmusen mag. Im Gespräch offenbarte der Kleine mir, dass er eigentlich schmusen mag, aber ihm tagsüber so langweilig ist, dass er, wenn seine Besitzer nach Hause kamen, gar nicht weiß, wohin mit seiner Energie, und statt zu schmusen erst mal herumtobt. Er verriet mir dann auch seinen größten Wunsch: auch wenn er sein Frauchen und auch sein Herrchen sehr liebhat, wünschte er sich aus tiefster Seele einen Katzenkumpel, mit dem er eben all die Sachen machen konnte, die nur Katzen vernünftig miteinander machen können.

Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie sehr ich mich für den Kleinen gefreut habe, als ich nach einigen Wochen eine Nachricht bekam, dass die Besitzer ihrem Kater diesen sehnlichen Wunsch erfüllt haben – hier steht nun einem glücklichen Katzenleben nichts mehr im Wege!

4. Wo Platz für eine Katze ist, ist auch (fast) immer Platz für eine zweite Katze

Eines der meistgenannten Argumente gegen eine zweite (oder mehr) Katze(n), das mir begegnet, ist: „Wir haben keinen Platz für eine zweite oder gar dritte Katze!“. Frage ich dann genauer nach, werden dann oft Quadratmeterzahlen von 50 qm aufwärts genannt. Ok… ich kann es bedingt nachvollziehen, weil ich in meiner Anfängerinnenzeit als Katzenhalterin genauso gedacht habe und meine erste Katze (Asche auf mein Haupt!) auch zuerst allein gehalten habe, bis sich dann auch bei ihr besagte Verhaltensauffälligkeiten gezeigt haben. Sie hat (zum Glück!) ‚nur‘ ausdauernd vokalisiert, wenn ich abends von der Arbeit nach Hause kam – die ersten 10 Minuten hatte ich eine Katzenarie vom Feinsten!

Es kam dann eine zweite Katze dazu. Kurze Zeit später gab es abends keine Arien mehr, aber dafür zwei glückliche Katzen. Ich habe damals übrigens in einer 60qm-Wohnung gelebt, und ich hatte nie den Eindruck, dass es meinen beiden ‚Willies‘ zu eng war – da Kratz-, Spiel- und Schlafmöglichkeiten mehr als ausreichend vorhanden waren, war das kein Problem, und das, obwohl ich noch nicht mal Catwalks etc. hatte.

Also, wer nicht gerade in einer Schuhschachtel wohnt…

5. Viele Dinge, die Katzen machen, gehen nur mindestens zu zweit

Wir alle haben unsere Katzen lieb und wollen ihnen das beste, glücklichste Leben bieten, dass eine Katze nur haben kann (ich gehe da jetzt einfach mal von aus, dass dem so ist). Dazu gehören auch Dinge wie spielen, sich putzen, sich jagen, raufen etc. (siehe auch Punkt eins). Selbst wenn wir noch so sportlich sind und mit der Katze durch’s Haus oder die Wohnung toben, sie kämmen und bürsten und mit ihr spielen und schmusen, kann und wird das niemals einen Kumpel vollkommen ersetzen können.

Und ganz ehrlich, wir haben doch aus was davon: Liebe mal zwei auch für uns!

Die Besonderheit: Einzelprinzessinnen und -prinzen

Ja, es gibt sie tatsächlich. Katzen und Kater, die WIRKLICH ihren Menschen für sich allein haben möchten bzw. auf kätzische Gesellschaft keinerlei Wert legen. Deshalb sind mein Rat und meine Bitte an alle, die wirklich nur eine Katze möchten: fragt in den Tierheimen nach solchen Kandidaten! Ja, das sind dann meist keine Kitten mehr, aber auch diese Katzen haben ein schönes Zuhause verdient! Allerdings solltest Du dann auch bereit sein, viel Zeit mit Deinem Stubentiger zu verbringen, denn auch sie brauchen (in dem Falle Deine) Gesellschaft!

Ein Wort zum Schluss

Wenn Du nun überlegst, ob Du zu Deiner Einzelkatze doch eine zweite (oder dritte oder vierte ;-)) dazu holen solltest, kann ich Dich in diesem Prozess unterstützen. Wir können Deine Katze mit Hilfe der Tierkommunikation nach ihrer Meinung und ihren Bedürfnissen zu diesem Thema fragen, was es Dir leichter machen wird, den passenden Partner / die passende Partnerin auszusuchen.

Ruf mich gerne unter 01 51 – 59 87 23 24 an oder schreib mir eine E-Mail an nicole@tierheilkommunikation.de. Zusammen schaffen wir das. Für eine glückliche Mensch-Tierbeziehung!

 

* Eine Tierkommunikation ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung! Ich stelle keine Diagnosen und gebe keine Heilversprechen.